TASSIMO-WERBUNG

TASSIMO-WERBUNG

TASSIMO-WERBUNG 150 150 Verein Grazer Frauenrat

Das Mädchen:

Aus dem Kriterienkatalog ist Punkt 2. 1 „Die Darstellung von Kindern“ hier anwendbar:

„Die Darstellung von Mädchen in der Assoziation mit Kleinheit, Schwachheit, Unterordnung, und Passivität – etwa durch die dargestellte Unfähigkeit auf Bedrohungen zu reagieren,

durch die offene Zurschaustellung emotionaler Befindlichkeiten (Lächeln, sichtbare

Überraschung, Furcht oder Unlust, durch unschuldige Blicke mit weit geöffneten Augen)“

Das in der Tassimo-Werbung abgebildete Mädchen legt die Assoziation zu Schwachheit und Emotionalität nahe, insbesondere ist hier das Arrangement des unsicheren Blickes zur Seite und der unschuldigen Ausstrahlung zu nennen. Der „Milchbart“ auf der Oberlippe lässt auf Ungeschicktheit schließen, was das Mädchen noch zusätzlich infantilisiert.

Die Frauengruppe:

Aus dem Kriterienkatalog ist Punkt 2. 8 „Die Darstellung „typisch weiblicher Unarten“ hier anwendbar: Der „Kaffeeklatsch“, welcher üblicherweise in abwertender Art und Weise mit (Haus-) Frauen verbunden wird, wird hier reproduziert. Unterstützt wird dieses Arrangement noch durch eine affektierte Mimik, welche sich in den Blicken der Frauen zeigt.

Einschätzung des Niveaus der Werbung:

Niveau 4

Frauen werden an „ihrem“ Ort festhalten, sie werden auf „ihren“ Platz verwiesen, Stereotype werden reproduziert

Der richtige Platz für eine Frau ist das Haus […] oder eine

„weibliche“ Beschäftigung bzw. Funktion. Frauen sind

Hausfrauen, Ehefrauen, Mütter, unaufgeklärte

Konsumentinnen […] unbeschäftigte Müßiggängerinnen, etc.