TAGESPOST die feschen steirischen Girls

TAGESPOST die feschen steirischen Girls

TAGESPOST die feschen steirischen Girls 150 150 Watchgroup

Die Gratiszeitung „weiß-grüne Tagespost“ bewirbt in ihrer Ausgabe vom 11. September ihre eigene Website mit dem Bild einer Frau, deren Brüste ein Mal mit einem Stück Stoff und ein Mal mit der eigenen Hand bedeckt sind. Im Text heißt es, dass „nicht nur die aktuellen Storys es den Lesern angetan haben“, sondern auch „die feschen steirischen Girls, die in jeder Ausgabe leicht bekleidet zu bewundern sind – und die wir freilich auch unseren Online-Lesern nicht vorenthalten wollen.”

Die Frau wird hier in rein sexualisierter Funktion als Blickfang dargestellt und die bildliche Darstellung steht ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt (Online- Zeitung). Ein geschlechtsneutrales Produkt, wie eben eine Online -Zeitung, wird sexualisiert, die dafür eingesetzte weibliche Sexualität wird kommerzialisiert. Die nackte Frau soll nicht nur das Produkt „begehrenswert“ machen, sondern wird selbst zum Produkt gemacht. Die Darstellung des Lächelns der Frau ist hier eine Dienstleistung für andere und die Stilisierung der Selbst-Berührung dient  hier der Darstellung von „Weiblichkeit“.

Angewandt werden die typischen „Rezepte“ der Werbung im Umgang mit Frauen

  1. Frau = Sex

Die Reduktion von Frauen auf Sexualität macht Frauenkörper in der Werbung universal einsetzbar.

  1. Frau = Produkt/Produkt = Frau

Frauen werden wie Frauen werden wie Konsumartikel behandelt und die Artikel sind wie Frauen: jung, schön und unverbraucht.

Niveau 5: Frauen runtermachen – Beschränkt auf Stereotypen

Frauen sind nicht-denkende, zwei-dimensionale Dekoration. Sie sind sexueller Anreiz für Männer, beschränkt auf ihren dekorativen und ihren sexuellen Gebrauchswert, der durch Arrangement und Sprache unterstrichen wird. (…).“