STURMBERGER KRAPFEN Ein Faschingskostüm?

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Die Konditorei bewirbt ihre Mehlspeise mit einer nackten Frau, deren Brüste von Krapfen „ersetzt“ werden. Diese Art der sexualisierten Inszenierung der Frau nach dem Motto „sex sells“ ist die sichtbarste Form sexistischer Werbung. Vor allem Frauenkörper werden dafür eingesetzt und stellen ein universell einsetzbares Werbeinstrument dar. Und Frauenkörper werden mit Konsumartikeln gleichgestellt.

Bei diesem Sujet wird die abgebildete Frau in rein sexualisierter Funktion als Blickfang bzw. bloße Dekoration verwendet. Ihr Körper steht ohne inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt – selbst der Werbe-Slogan mit der Anspielung auf Krapfen als vulgäres Synonym für Brüste lässt keine nachvollziehbare Verbindung zwischen Backwaren und nackten Frauen herstellen.

Das ästhetisierte Model, das sich zwischen den Mehlspeisen emporreckt, macht nicht nur das Produkt „begehrenswert“, sondern auch sich selbst. Ihre Darstellung suggeriert, dass auch sie käuflich ist – wie die in der Anzeige beworbenen Krapfen.

Die Verwendung des nackten Models als Werbeinstrument und ihre dementsprechende Reduzierung zum Objekt sind eindeutige Kriterien, die als sexistisch zu verurteilen sind.

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