SOFAS VON BRETZ

SOFAS VON BRETZ

SOFAS VON BRETZ 150 150 Verein Grazer Frauenrat

Die Firma Bretz (www.bretz.com) bewirbt ihre Möbel nach dem Patentrezept „Frau=Sex“, aber es lassen sich noch weitere subtile Botschaften lesen.

Das Produkt „Sofa“ steht zwar in Zusammenhang mit dem menschlichen Körper, allerdings sind die Frauen des Sujets in rein sexualisierter, dekorativer Funktion als Blickfang dargestellt. Das geschlechtsneutrale Produkt „Sofa“ wird durch visuelle Koppelung mit „weiblichem Sex“ sexualisiert, dabei werden die dargestellten Frauen offen herabgesetzt,  deren Würde und Unversehrtheit verletzt. Die ästhetisierte Frau, die sich vor einem Produkt räkelt, macht nicht nur das Produkt „begehrenswert“, sondern auch sich selbst zum Luxusartikel – sie wird mit dem Produkt gleichgesetzt. Die Körpersprache mit  gespreizten Beinen ist Ausdruck der Sexualisierung, die Präsentation der Kehle ein Paradezeichen der Unterwürfigkeit. Gleichzeitig wird das Vorurteil  der Gier der Frau nach Luxus als eine „typische weibliche  Unart“ inszeniert.

Nach den typischen „Rezepte“ der Werbung im Umgang mit Frauen handelt es sich bei diesen Sujets um  die Reduktion von Frauen auf Sexualität (Frau = Sex) und um die Behandlung  von Frauen wie Konsumartikel (Frau = Produkt/Produkt = Frau).

Einschätzung der Werbung:

Niveau 5 „Frauen runtermachen. Beschränkt auf Stereotypen“

Für die Analyse relevante Kapitel aus dem Kriterienkatalog:

Einleitung Sexualisierung sowie Kapitel 2. 2, 2. 8,  3, 3. 6;

Anmerkungen:

Die Sujets sind  abseits dieser Analysen auch Beispiel für die Pornografisierung des Alltags und der Werbung. Die Sujets sind auch Beispiel für die Ästhetisierung und Verharmlosung von Gewalt an Frauen. Sie billigen die Verherrlichung von Unterwerfung und gegeben zu verstehen, dass Gewalt oder Dominanzgebaren tolerierbar seien.

(Vgl. dazu den neuen Selbstbeschränkungskodex des ÖWR)