SCHRACK LIVE PHONE APP gar nicht smart…

SCHRACK LIVE PHONE APP gar nicht smart…

SCHRACK LIVE PHONE APP gar nicht smart… 150 150 Watchgroup

Die Werbung für die Schrack LiVE Phone App zeigt den nackten Bauch und die mit Jeans bekleideten Beine einer Frau, die in ihrem Werkzeuggürtel u. a. ein Smartphone trägt.

Der Körper als universell einsetzbares Werbeinstrument

Die dargestellte Frau wird auf ihre Sexualität reduziert, diese wird kommerzialisiert und das geschlechtsneutrale Produkt – in diesem Fall die App – emotionalisiert. Das Model wird in rein sexualisierter, dekorativer Form als Blickfang eingesetzt. Ihr halbnackter Körper bzw. die abgebildeten Körperteile stehen ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt.

Sexualisierung von Körperteilen

Die Frau in diesem Sujet ist nicht als ganze Frau zu sehen, sondern nur Teile von ihr: der nackte Bauch und die Beine. Dadurch, dass nur diese einzelnen Teile der Frau interessant sind, erfolgt eine Abwertung durch Reduzierung der Frau auf diese Körperteile und somit als Objekt.

Kleidung als Stilmittel, um Sexualisierung bzw. Abwertung auszudrücken

Die App soll den Informations- und Kommunikationsbedarf auf Baustellen unterstützen. Es stellt sich die Frage, ob das Model als Bauarbeiterin adäquat gekleidet ist – ein nackter Bauch und Skinny Jeans sind wohl nicht die Norm der Arbeitsmontur für BauarbeiterInnen. Die unpassende Bekleidung ist ein Stilmittel sexistischer Werbung und kompromittiert dadurch die Rolle der arbeitenden Frau.

Die Andeutung, dass das Model den Werkzeuggürtel abnimmt und die geöffneten Jeans unterstreichen die Sexualisierung und wecken Assoziationen. Die Frau wird als Lustobjekt dargestellt.

Gemäß den Kriterien der Watchgroup ist die Werbung als sexistisch einzustufen.