Schmuckkiste – Mottenkiste der Klischees

Schmuckkiste – Mottenkiste der Klischees

Schmuckkiste – Mottenkiste der Klischees 150 150 Watchgroup

It goes on. Schmuckwerbung konstruiert Geschlechterunterschiede

Was von Kindesbeinen an visuell gelehrt und gelernt wird, findet sich im Erwachsenenalter wieder: Frauen das Herz und das Gefühl, Männern die Argumente und Härte.

  • Bei „ihrem“ Schmuck geht es um: „Wahre Gefühle und Schmuck rühren das Herz einer Frau. … und sind eine Zierde für jede noch so zierliche Dekolleté.“
  • Bei  „seinem“ Schmuck  geht es um: „Schlichte Formsprache, harte Kontraste: die Argumente…sind stahlhart wie das Material,…für jeden Männertyp etwas dabei.“

Werbung wirkt….

Werbung erregt Aufmerksamkeit, schürt neue Konsumbedürfnisse und liefert uns auch gleich ein Bild davon, wie wir sein sollen – damit verknüpft werden Gefühle, Hoffnungen und Lebensstile. Werbung vermittelt Werte, zeigt Verhaltensmuster, gibt Hilfestellung und Orientierung. Sie prägt bewusst und unbewusst, welche Bilder und Vorstellungen von Frauen, Männer, Mädchen und Buben entstehen und welches Aussehen, welche Verhaltensweisen damit verbunden sind oder sein sollen. Die Werbelogik konstruiert ein scheinbares Vorbild, dem wir uns nur schwer entziehen können.