RYANAIR Frauen im Preis inbegriffen?

RYANAIR Frauen im Preis inbegriffen?

RYANAIR Frauen im Preis inbegriffen? 150 150 Verein Grazer Frauenrat

Es handelt hier um eine sexualisierte Darstellung der Frauen, bei der das Produkt (=Flugreise) durch visuelle und sprachliche Koppelung von weiblichem Sex mit dem Produkt  sexualisiert wird.  Dies geht mit einer direkten und offenen Herabsetzung der Frau durch das bildliche und textliche Arrangement einher. Die geschlechtsneutralen Produkte „Flugreise“ werden auf diese Weise emotionalisiert. Die dafür eingesetzte weibliche Sexualität wird kommerzialisiert. Die Frau, die für das Produkt in geschlechterstereotyper Körpersprache dargestellt ist, macht nicht nur das Produkt „begehrenswert“, sondern auch sich selbst zum Ware. Dieses Sujet arbeitet mit sexuellen Anzüglichkeiten auf Kosten der Frauen und benutzt weiblichen Sex zur Anpreisung der Ware. Die Frau  wird in Kombination mit der Verwendung des weiblichen Sex mit dem Produkt gleichgesetzt.

Verschärft wird die sexistische Darstellung durch das Text-Bildarrangement.

Der Text „Heiße Preise & tolles Kabinenpersonal“ vermittelt den Eindruck, dass auch die (abgebildete) Frau im Preis inbegriffen – also käuflich erwerbbar –  ist; weiters wird dadurch der Eindruck vermittelt, dass die Mitarbeiterinnen der Fluglinie konsumierbare Gebrauchsgegenstände sind.

Verwendet werden die typischen „Rezepte“ der Werbung im Umgang mit Frauen:

  1. Frau = Sex

Die Reduktion von Frauen auf Sexualität macht Frauenkörper in der Werbung universal einsetzbar.

  1. Frau = Produkt/Produkt = Frau

Frauen werden wie Frauen werden wie Konsumartikel behandelt und die Artikel sind wie Frauen: jung, schön und unverbraucht.

 

Einstufung:

Niveau 5: „Frauen runtermachen. Beschränkt auf Stereotypen“

Die Frau als zwei-dimensionale Dekoration und sexueller Anreiz bzw. beschränkt auf ihren dekorativen und ihren sexuellen Gebrauchswert; sie  hat die  Funktion der sexuellen „Ware“.

 

Anmerkung:

Im unteren Teil des Bildes wird für den Erwerb des „Ryanair – Wohltätigkeitskalender 2011“ geworben.  Die Sujets dieses Kalenders sind nicht zu sehen. Durch die Anordnung des Textes unter dem Bild, erscheint es, als sei das Sujet der Frau ein Kalendermotiv. Antizipierend, dass dem so ist, stellt sich die Frage, welcher Zusammenhang zwischen einer  sexualisierten Darstellung von Frauen mit Wohltätigkeit besteht.