OMA + SEXISMUS = APFELSTRUDEL? Was da wohl die Enkel_Innen sagen?

OMA + SEXISMUS = APFELSTRUDEL? Was da wohl die Enkel_Innen sagen?

OMA + SEXISMUS = APFELSTRUDEL? Was da wohl die Enkel_Innen sagen? 150 150 Watchgroup

omi apfelstrudl

Das steirische Unternehmen Kendlbacher Getränkevertriebs GmbH bewirbt auf seiner Facebook-Seite eine Crowdfunding–Aktion für ein Produkt. Das Sujet zeigt zwei Frauen im Bikini, in deren Mitte ist eine ältere Frau in Form einer Pappfigur („die Oma“) zu sehen.

Die sexualisierte Darstellung von Frauen (und auch von Männern) ist die sichtbarste und zugleich häufigste Form von sexistischer Werbung. Die Körper der beiden Models im Bikini dienen hier als universell einsetzbares Werbeinstrument und werden mit den Konsumartikeln gleichgesetzt. Das Weibliche steht somit als Symbol für Erotik, die Models werden so zu Erfüllungsgehilfinnen männlicher (Hetero-) Sexualität. Die hier eingesetzte weibliche Sexualität wird kommerzialisiert und ein eigentlich geschlechtsneutrales Produkt (wie der angepriesene Apfelsaft) wird auf diese Weise emotionalisiert. Die beiden Models werden in rein dekorativer Funktion, als sogenannter Blickfang, präsentiert. Die (halb)nackten Körper stehen in keinem Zusammenhang zum beworbenen Produkt. Dieses Sujet suggeriert den Betrachter_Innen weiters, dass die Frauen genauso käuflich sind wie der beworbene Artikel.

Diese Werbung ist somit gemäß den Kriterien der Watchgroup als sexistisch einzustufen.