OKTOBERFEST 08/15 ist die Werbung, nicht die Frau

OKTOBERFEST 08/15 ist die Werbung, nicht die Frau

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Die Frau wird hier in rein sexualisierter Funktion als Blickfang dargestellt und die bildliche Darstellung steht ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt (Oktoberfest). Ein geschlechtsneutrales Produkt, wie eben ein  Oktoberfest, wird sexualisiert, die dafür eingesetzte weibliche Sexualität wird kommerzialisiert. Die nackte Frau soll nicht nur das Produkt (Oktoberfest)  „begehrenswert“ machen, sondern wird selbst zum Produkt gemacht. Die direkte und offene Herabsetzung von Frauen wird hier durch das Bild- Text – Arrangements verschärft, da sie es den BetrachterInnen nahe legt, Frauen mit wenig ausgeprägten sekundären Geschlechtsmerkmalen sind mittelmäßige Frauen.

Denn: 08/15 ist eine gebräuchliche, abschätzige Redewendung für etwas ganz Gewöhnliches oder nichts Besonderes, Durchschnitt, Mittelmaß oder nichts Erwähnenswertes. Teilweise wird diese Redewendung auch für „veraltetes Material“ verwendet.

Angewandt werden die typischen „Rezepte“ der Werbung im Umgang mit Frauen

  1. Frau = Sex

Die Reduktion von Frauen auf Sexualität macht Frauenkörper in der Werbung universal einsetzbar.

  1. Frau = Produkt/Produkt = Frau

Frauen werden wie Frauen werden wie Konsumartikel behandelt und die Artikel sind wie Frauen: jung, schön und unverbraucht.

Niveau 5: Frauen runtermachen – Beschränkt auf Stereotypen

Frauen sind nicht-denkende, zwei-dimensionale Dekoration. Sie sind sexueller Anreiz für Männer, beschränkt auf ihren dekorativen und ihren sexuellen Gebrauchswert, der durch Arrangement und Sprache unterstrichen wird. (…).“