NEUWOHNEN.AT Firmenantwort & Werberatentscheidung

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NEUWOHNEN.AT Firmenantwort & Werberatentscheidung 150 150 Watchgroup

Firmenantwort & Werberatentscheidung  zum Sujet von neuwohnen.at

PERITUS Immobilientreuhand GmbH:

„(…)Vorweg möchten wir anmerken das wir natürlich keinesfalls sexistisch oder frauenfeindlich wirken wollten und uns der negative Aspekt in diesem Ausmaß nicht bewusst war. Vielmehr wollten wir mit dem ersten von 3 Sujets ein Thema ansprechen welches offene Fragen zulässt und aufwirft. Wir wollen damit bewusst Raum für Interpretation schaffen, in welcher Form auch immer. Die Kampagne hätte mit dem 3. Sujetaufgeklärt werden sollen, indem man die “Schwangere Frau” von vorne in Ihrem neuen Eigenheim gemeinsam mit Ihrem überglücklichen bauchküssenden Mann sieht. (…)“.

neuwohnen.at will das Service der Watchgroup annehmen und die nächsten Sujets sofort nach Erhalt von der Werbeagentur der Watchgroup übermitteln.

Entscheidung des Werberats:

„Der Österreichische Werberat fordert im Falle des Werbeinserats „neuwohnen.at“ zur Sensibilisierung – Aufforderung in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen oder einzelner Sujets sensibler vorzugehen auf.

Begründung:

Der Österreichische Werberat fordert das Unternehmen auf, in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen oder einzelner Sujets sensibler vorzugehen. Grund dafür ist, dass der Selbstbeschränkungskodex im Punkt 2.1.1.1.d sowie 2.1.1.a und 1.1.5 verletzt wurde. Punkt 2.1.1.1.d besagt, „Geschlechterdiskriminierende Werbung (sexistische Werbung) liegt insbesondere vor, wenn die Person in rein sexualisierter Funktion als Blickfang dargestellt wird, insbesondere dürfen keine bildlichen Darstellungen von nackten weiblichen oder männlichen Körpern ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt verwendet werden“. Auch im Punkt 2.1.1.a „

Geschlechterdiskriminierende Werbung (sexistische Werbung) liegt insbesondere vor, wenn Frauen oder Männer auf abwertende Weise dargestellt werden“ wurde eine Kodexverletzung bei dem Sujet erkannt. Des Weiteren wurde auch die Kodexverletzung 1.1.5 erkannt „Werbung darf nicht die Würde des Menschen verletzen, insbesondere durch eine entwürdigende Darstellung von Sexualität oder anderweitig diskriminierende Darstellungen.“

Zusätzlich weisen wir darauf hin, dass sich eine größere Anzahl der Werberäte für einen sofortigen Stopp der Werbekampagne bzw. sofortigen Sujetwechsel ausgesprochen hat. Begründet wird dies mit den zuvor angeführten Kodexverletzungen und zusätzlich damit, dass das gewählte Sujet in keinem Zusammenhang mit dem beworbenen Produkt steht.