NEUER OPTIKER mit schiefer Optik

NEUER OPTIKER mit schiefer Optik

NEUER OPTIKER mit schiefer Optik 150 150 Verein Grazer Frauenrat

Ein Grazer Optiker verlässt sich bei der Neueröffnung nicht auf seine Produkte, sondern setzt auf nackte Haut. Die Printwerbung in einer Gratis-Lokalzeitung zeigt fünf unbekleidete, bebrillte Models, deren Brüste entweder durch die eigenen Hände bzw. Arme oder die der Nachbarin verdeckt werden.

Bei diesem Inserat werden die Frauenkörper als Werbeinstrument eingesetzt und die Models in rein sexualisierter Funktion als Blickfang dargestellt. Die nackten Körper stehen ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zu den beworbenen Brillen, diese an sich geschlechtsneutralen Produkte werden emotionalisiert.

Die Sexualisierung und Abwertung der Models wird durch die softpornographische Ästhetik verstärkt. Die (Selbst-) Berührungen als pornographisches Stilmittel und die damit verbundene Kommerzialisierung des weiblichen Körpers können Vorbildwirkung haben und ein Klima schaffen, in dem die Hemmschwelle für Übergriffe sinkt.

Die auf diese Weise ästhetisierten nackten Frauen sollen nicht nur die Brillen begehrenswert machen, sondern auch sich selbst. Die Darstellung der Models suggeriert, dass sie Waren sind – käuflich wie die beworbenen Produkte.

Als stereotypisiertes Schönheitsideal zeigt das Sujet junge, schlanke Frauen mit glatten Körpern, bis auf ihre langen und dichten Kopfhaare. Der direkte Blick der Models auf den/die Betrachterin zeigt ihre Sexualisierung deutlich: als Objekte schauen Frauen auffordernd.

Gemäß den Kriterien der Watchgroup ist die Werbung als sexistisch einzustufen.