MIT DEM HINTERN WACKELN ALS WETTBEWERB?

MIT DEM HINTERN WACKELN ALS WETTBEWERB?

MIT DEM HINTERN WACKELN ALS WETTBEWERB? 150 150 Watchgroup

Das PPC (project pop culture) in Graz wirbt mit einem sexistischen Flyer für ein sexistisches Programm im Rahmen einer Veranstaltung am 4. Juli 2009 . Dabei gibt es neben einem Dj-line up auch den so genannten „Booty shake Contest“.

„Booty“ wird in der englischen Sprache umgangssprachlich für „Hintern“ verwendet, steht aber gleichzeitig auch für „Beute“ oder „Beutegut“.

Im Rahmen dieses Wettbewerbes geht es also darum, mit dem Hintern als Beutegut (?) zu wackeln.

Unabhängig davon, wie die Kriterien der Beurteilung dieser an archaische Rituale erinnernden Vorstellungen sind und wer hierfür in der Jury sitzt, ist der Flyer zur Bewerbung dieser Veranstaltung ein Fall für die Watchgroup „sexistische Werbung“.

Dieser Werbeflyer mutet an wie eine Bordell-Werbung, suggeriert er doch durch das Bildarrangement, dass die dort abgebildete Frau bzw. ihr Körper käuflich wäre, zumindest wird er so präsentiert.

Auf der Homepage der Veranstalterin finden wir in diesem Zusammenhang folgenden Hinweis: Neben BLACKMUSIC heißt es am 4. Juli im ppc bei einem der erfolgreichen Events von DIRTY SOUTH wieder JEDE MENGE HEISSER ÄR***E!!!

Wir erkennen hier die offene Zurschaustellung des Stereotyps, welches die Rolle der Frau auf das Passive, körperlich Attraktive und „zu Konsumierende“ reduziert, sie dabei nicht mehr als Individuum, sondern in ihren sexualisierten (Körper-) Teilen wahrnimmt.

Die BewerberInnen dieser Veranstaltung haben sich dem Christiane Schmerls Einschätzung nach letzten Niveau von Werbung bedient: Frauen sind nicht-denkende, zwei-dimensionale Dekoration, sie sind sexueller Anreiz für Männer, beschränkt auf ihren ekorativen und ihren sexuellen Gebrauchswert, der durch Arrangement und Sprache unterstrichen wird

Aus dem Kriterienkatalog kommt zur Analyse dieser Werbung Abschnitt 2. 2 „Die sexualisierte Darstellung von Frauen zur Anwendung“