LASS ES KNISTERN

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LASS ES KNISTERN 150 150 Verein Grazer Frauenrat

Die Werbung bedient sich der Assoziationskette, dass Frauenzungen, die Südfrüchte berühren, an eine Oralsexpraktik erinnern.

Durch die  Kombination mit einer Telefonnummer wird klar, dass es sich um eine Sexhotline handelt. Derartige Sujets sind als Werbung in einschlägigen Magazinen bekannt, als Plakate allerdings bisher selten; das Erscheinen solcher Sujets auf Plakatwänden entspricht ganz der ständig steigenden Pornografisierung unseres Alltags.

Da aber auf Plakaten auch für Pizzazustellungen, Ticketverkäufe etc. geworben wird, entsteht bei den BetrachterInnen in Summe der Eindruck, dass Frauen ebenso ein Konsumgutgut wie eben Pizza, Konzerttickets etc. Frauen werden hier nicht zur Bewerbung von Produkten eingesetzt, sondern sind das Produkt, die Ware selbst.

Es gibt ein Werbeverbot für Tabak, ein Werbeverbot für verschreibungspflichtige Medikamente – aber kein Werbeverbot für „Ware Frau“!  

Presseaussendung von Frauenstadträtin Elke Edlinger