KRAFTTRAINING STATT ALKOHOLKONSUM: MÄNNLICHE KÖRPERNORMEN

KRAFTTRAINING STATT ALKOHOLKONSUM: MÄNNLICHE KÖRPERNORMEN

KRAFTTRAINING STATT ALKOHOLKONSUM: MÄNNLICHE KÖRPERNORMEN 150 150 Watchgroup

Mit dem schlankheit-manner1äußerst einfallsreichen Wortspiel der doppelten Bedeutung der Bezeichnung “Sixpack” in der Alltagssprache möchte das in Graz neu eröffnete ”Power-Plate”-Studio in seiner Bewerbung wohl Grazer Männer dazu motivieren, ihre Körper dem Schönheitsideal anzupassen. “Sixpack” ist sowohl die gängige Bezeichnung einer Sechserpackung Bier, als auch jene der sichtbaren, “definierten” Bauchmuskeln bei Männern. Hier zeigt sich bereits die geschlechtsspezifische Zuschreibung des Alkoholkonsums, auf welchen die Atrium-Werbung hier aufbaut und sie dadurch auch reproduziert. Unabhängig davon ist am Beispiel dieser Werbung sichtbar, wie das männliche Schönheitsideal – im Gegensatz zu jenem für Frauen – an (Muskel-) Kraft gekoppelt ist. Die männliche Nacktheit dient  nicht der Vermarktung der Haut, wie die weibliche Nacktheit in der Werbung, sondern der Demonstration von Muskeln und  Muskelkraft. Körperliche Stärke wird hier zur Machtgrundlage. Aus diesem Grund sieht die Watchgroup dieses Sujet als sexistisch an.