KARNIESEN ELBERS Angezogene Handwerker, Frauen in Dessous

KARNIESEN ELBERS Angezogene Handwerker, Frauen in Dessous

KARNIESEN ELBERS Angezogene Handwerker, Frauen in Dessous 150 150 Watchgroup

Im Werbesujet der Firma Karniesen ELBERS montiert ein Mann im Hintergrund eine Karniese; er ist in Jeans und T-Shirt gekleidet. Im Vordergrund sieht man eine Frau, halb liegend, den Kopf auf einem großen Kissen; sie trägt schwarze Spitzenunterwäsche mit selbst haltenden Strümpfe, ein rotes Jäckchen und rote Stöckelschuhe.

Während der Mann sich der technisch-handwerklichen Ausführung der Karniesenhalterung widmet, widmet sie sich dem sicheren Halt ihrer Strümpfe. Das Sujet ist in einer Art Comic-Stil gezeichnet.

Gemäß Kriterienkatalog wird mit  „Sexuelle Anzüglichkeiten auf Kosten der Frauen, die Benutzung von weiblichem Sex zur Anpreisung von Waren“ gearbeitet. Durch die Kleidung der Frau und die Art wie diese getragen wird,  werden sexuelle Anzüglichkeiten auf Kosten der Frau  gemacht und weiblicher Sex wird zur Anpreisung von Waren benutzt. Der Kontrast zwischen vollständig bekleidetem Mann und wenig bekleideter Frau verstärkt diese Tatsache. Das Sujet stellt die Frau in sexualisierter [dekorativer] Funktion als Blickfang dar – ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt. Das geschlechtsneutrale Produkt „Karniesen“, wird sexualisiert und dadurch emotionalisiert. Die dafür eingesetzte weibliche Sexualität wird kommerzialisiert. Die Frau, die zum Produkt posiert, soll nicht nur das Produkt „begehrenswert“ machen, sondern macht auch sich selbst zum Artikel. Es werden sexuelle Anzüglichkeiten auf Kosten der Frauen, die Benutzung von weiblichem Sex zur Anpreisung von Waren angewandt.

Das Sujet bedient sich folgender Rezepte:

  1. Frau = Sex:Die Reduktion von Frauen auf Sexualität.
  2. Frau = Produkt/Produkt = Frau:Frauen werden wie Konsumartikel behandelt und die Artikel sind wie Frauen.

Einschätzung der Werbung: Niveau 5 „Frauen runtermachen“:

Frauen sind nicht- denkende, zwei- dimensionale Dekoration. Sie sind sexueller Anreiz, beschränkt auf ihren dekorativen und ihren sexuellen Gebrauchswert, der durch Arrangement und Sprache unterstrichen wird.

Anmerkung:

Das Sujet bedient auch die stereotypen Zuschreibungen, wonach Männer für Handwerk und Technik, Frauen für sexualisierte Atmosphäre zuständig sind.