JOHN HARRIS Männer als Angebot

JOHN HARRIS Männer als Angebot

JOHN HARRIS Männer als Angebot 150 150 Watchgroup

Eine Fitnessstudio-Kette eröffnet ihre erste Filiale in Graz und wirbt in ihrer Printanzeige mit einem nackten Mann, vor dessen Genitalbereich ein roter Punkt mit „Jetzt Angebote sichern!“ die Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll.

Sexualisierung in der Werbung

Die sexualisierten Inszenierungen von Frauen und – wie in diesem Fall – Männern nach dem Motto „sex sells“ sind die sichtbarsten Formen der sexistischen Werbung.

Der abgebildete Mann wird in rein dekorativer Form als Blickfang eingesetzt, die Abwertung dieses Models zum Objekt legitimiert nicht sexualisierte Darstellungen von Frauen.

Stereotypisierte Schönheitsideale

Auch Männer werden zunehmend dem Schönheitsdiktat unterworfen: Männlichkeit wird gleichgesetzt mit dem Typ des perfekten Athleten, mit Sixpacks, einem enthaarten, durchtrainierten Oberkörper.

Der muskulöse und doch schlanke Körper des Models als „machbares“ Statussymbol vermittelt, dass das Erreichen dieses normierten Schönheitsideals mit Sport und Trainingsprogrammen notwendig ist, um ein erfülltes Leben zu führen. Ein solches Körperbild kann erheblichen Druck ausüben, dem dargestellten Ideal zu entsprechen.

Gemäß den Kriterien der Watchgroup ist die Werbung als sexistisch einzustufen.