HIERTERBIER: WERBERAT-ENTSCHEIDUNG Sensibilisierung & Rat zum Sujetwechsel

HIERTERBIER: WERBERAT-ENTSCHEIDUNG Sensibilisierung & Rat zum Sujetwechsel

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ENTSCHEIDUNG DES ÖWR ZUM WERBEPLAKAT „HIRTER FASSTYPEN“ (30.07.2010)

 

Der Österreichische Werberat fordert im Falle des Werbeplakats „Hirter Fasstypen“ zur Sensibilisierung – Aufforderung in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen oder einzelner Sujets sensibler vorzugehen – auf.

 

Begründung:

Mehrheitlich fordert der Österreichische Werberat auf in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen oder einzelner Sujets sensibler vorzugehen.

Es kann festgehalten werden, dass sich das Werbemittel bewusst spärlich bekleideter, ihre Nacktheit lediglich mittels ihrer Arme bedeckender, Frauen bedient, ohne dass ein unmittelbarer oder mittelbarer Zusammenhang zwischen der beworbenen Ware und den Körpern der Protagonistinnen erkennbar wäre.

Daraus folgt, dass aufgrund der nicht nachvollziehbaren und somit bloß blickfangartigen Integration der 3 Frauen in der eingangs beschriebenen Art, ein Verhalten vorliegt, welches in Formen der kommerziellen Kommunikation (Punkt 1.1 lit d. der Bestimmungen zur geschlechterdiskriminierenden Werbung des SBK) als inadäquat zu betrachten ist. Da jedoch darüber hinaus keine weiteren Elemente, insbesondere solche der oben beschriebenen Art vorliegen und auch keine anzügliche oder jugendgefährdende Gestaltung gewählt wurde, ist das Unternehmen lediglich dazu auffordern, in Zukunft bei der Gestaltung der Werbemaßnahmen oder einzelner Sujets sensibler vorzugehen.

Darüber hinaus weisen wir darauf hin, dass sich ein erheblicher Anteil der Werberäte für einen Stopp der Kampagne bzw. sofortiger Sujetwechsel ausgesprochen hat. Begründung dafür ist wie zuvor angeführt die Verletzung des Kodex im genannten Punkt. Der Österreichische Werberat rät daher dringend zu einem Sujetwechsel respektive das Sujet für weitere werbliche Aktivitäten nicht mehr einzusetzen.