HERGOUTH INSTALLATIONEN 1a?

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HERGOUTH INSTALLATIONEN 1a? 150 150 Verein Grazer Frauenrat

Ein Grazer Installationsunternehmen wirbt auf seinem Lieferwagen mit einer Nixe mit nacktem Oberkörper für seine Dienstleistungen – ein deutliches Beispiel für die Verwendung des (hier weiblichen) Körpers als universell einsetzbares Werbeinstrument. Dabei wird das Model auf ihre Sexualität reduziert und in rein dekorativer Funktion als Blickfang dargestellt. Ihr halbnackter Körper wie auch der Fischwanz stehen ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zu den Servicearbeiten eines Installationsunternehmens – Wasser als mystischer Lebensraum einer Nixe reicht nicht, um eine nachvollziehbare Verbindung herzustellen. Das ästhetisierte Model macht nicht nur die beworbenen Dienstleistungen „begehrenswert“, sondern auch sich selbst. Ihre Darstellung suggeriert, dass Frauen käuflich sind.

Sowohl die Inszenierung der Frau als halbnackte, den volkstümlichen Überlieferungen nach Männer „verlockende“ Sagengestalt als auch der Einsatz ihrer nur durch das Schild bedeckten Brüste bewirken eine nochmalige Abwertung des Models hin zum Objekt. Das „Weibliche“ steht bei diesem Sujet als Signal für Erotik, die abgebildete Frau in ihrer Rolle als Verführerin ist Handlungsmotiv und Erfüllungsgehilfin für männliche Heterosexualität.

Gemäß den Kriterien der Watchgroup ist die Werbung als sexistisch einzustufen.