HASENJAGD IN GLEISDORF Frauen als Beute

HASENJAGD IN GLEISDORF Frauen als Beute

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GEZ West

Die Werbung des Gleisdorfer Einkaufszentrum (GEZ) soll für das Ostergeschäft werben, was durch den abgebildeten,  saisontypischen,  Schokoladenhasen deutlich wird.

Daneben ist eine Frau abgebildet, die Plüschhasenohren als Kopfschmuck, ein Mascherl um den Hals und Unterwäsche trägt.  In ihren Hält sie ein Plakat, das ihren Oberkörper größtenteils bedeckt.

Dieser Plakattext bezieht sich auf den Schokohasen neben der Frau, der Plakattitel fordert zur Hasenjagd auf.

Das Sujet ist sexistisch, da die Frau in sexualisierter [dekorativer] Funktion als Blickfang darstellt wird – ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt. Das geschlechtsneutrale Produkt „Schokohase“, wird sexualisiert und dadurch emotionalisiert. Die dafür eingesetzte weibliche Sexualität wird kommerzialisiert. Die Frau, die zum Produkt posiert, soll nicht nur das Produkt „begehrenswert“ machen, sondern macht auch sich selbst zum Artikel. Es werden sexuelle Anzüglichkeiten auf Kosten der Frauen, die Benutzung von weiblichem Sex zur Anpreisung von Waren angewandt. Verstärkt wird dies durch das Text- und Bildarrangement: durch den Plakattext wird die Frau  nicht als menschliches Subjekt beschreiben, sondern einerseits mit einem Tier gleichsetzt und andererseits wie eine Ware dargestellt, die man erwerben („holen“) kann.

Da die Frau wie ein Hase („Bunny“) kostümiert ist, ihr Plakat sie auch als solchen bezeichnet, kann der Plakattitel derart gelesen werden, dass auf die Frau Jagd gemacht werden kann, sie eine Beute ist.

Durch die Aufforderung eine Frau zu jagen, zu erlegen (Beute) und durch die Dienstleistung „Lächeln“ der Frau  ist hier  die Verharmlosung von Gewalt gegen Frauen evident.

Das Sujet bedient sich folgender Rezepte:

  1. Frau = Sex:Die Reduktion von Frauen auf Sexualität.
  2. Frau = Produkt/Produkt = Frau:Frauen werden wie Konsumartikel behandelt und die Artikel sind wie Frauen.

Einschätzung der Werbung: Niveau 5 „Frauen runtermachen“:

Frauen sind nicht- denkende, zwei- dimensionale Dekoration. Sie sind sexueller Anreiz, beschränkt auf ihren dekorativen und ihren sexuellen Gebrauchswert, der durch Arrangement und Sprache unterstrichen wird.

Anmerkung:

Das Sujet bedient die stereotypen Zuschreibungen, wonach Frauen für sexualisierte Atmosphäre zuständig sind.