GUTE SICHT? Und wieder eine KFZ-Werkstätte…

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Eine Grazer Firma bewirbt Steinschlag-Reparaturen mit einer Frau im Badeanzug, die eine Glasscheibe vor ihren Körper hält.

Zuerst drängt sich natürlich die Frage auf, ob ein Badeanzug die geeignete Arbeitsmontur zum Scheiben-Einbau ist und dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz in puncto Berufsbekleidung entsprechen würde. Fakt ist, dass das Model als Arbeiterin unpassend gekleidet wäre. Auch die (zum Badeanzug farblich passende) Arbeitsmütze ändert daran nichts. Damit drückt die Werbung die Sexualisierung & Abwertung der Frau aus.

Der Frauenkörper als Werbeinstrument

Bei diesem Sujet wird die Frau in rein sexualisierter Funktion als Blickfang dargestellt, ihr halbnackter Körper steht ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zur angepriesenen Dienstleistung. Die Herabsetzung der Frau wird durch ihre Darstellung hergestellt und die dafür eingesetzte weibliche Sexualität kommerzialisiert. Somit wird suggeriert, dass das Model eine Ware ist – käuflich wie die beworbene Arbeitsleistung. Der direkte Blick der dargestellten Frau auf den/die BetrachterIn und ihr halbgeöffneter Mund im Rahmen ihrer Sexualisierung unterstreichen ihre Abwertung zum Objekt.

Bewertet anhand des Kriterienkatalogs ist das Sujet als sexistisch einzustufen.