DER SWIMMINGPOOL in Nachbars Garten

DER SWIMMINGPOOL in Nachbars Garten

DER SWIMMINGPOOL in Nachbars Garten 150 150 Watchgroup

kindermann

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Frauen, nur mit knappen Bikinis bekleidet, bewerben das Produkt „Schwimmbecken” der Firma Kindermann. Dazu der Werbetext „Dann klappt’s auch mit der Nachbarin!” und im kleingeschrieben weiter: „Und wenn die Nachbarin nicht Ihren Vorstellungen entspricht, dann haben Sie….”.
Die Werbung ist als sexistisch einzustufen, weil die Frauen hier sexualisierte Dekorationsobjekte für das Produkt sind. Die Frau als Lustobjekt steht als Erfüllungsgehilfin für männliche Heterosexualität. Die sexualisierten Darstellungen von Frauen nach dem Motto„sex sells” sind – wie hier – die sichtbarste Form der sexistischen Werbung: Die Frauen werden auf ihre Sexualität reduziert. Der Frauenkörper dient als universell einsetzbares Werbeinstrument und wird mit dem Produkt gleichgesetzt. Durch die visuelle und sprachliche Koppelung mit den jeweiligen Waren wird das Produkt sexualisiert. Dies geht mit einer direkten und auch durch Assoziationen (durch nahegelegte Phantasien) hergestellten Herabsetzung von Frauen durch bildliche und/oder textliche Arrangements einher.
Das Bild – und Textarrangement suggeriert, dass die Frauen selbst Ware bzw. Produkt sind, die Frauen werden wie ein Konsumartikel dargestellt. Gleichzeitig wird das Vorurteil vom „triebgesteuerten” Mann als „typisch männliche Unart” inszeniert.
Operiert wird mit zwei der ältestesten „Rezepten” der Werbung: Frau = Sex und Frau = Produkt / Produkt = Frau:
Einstufung auf Niveau 5: Frauen runtermachen. Frauen sind nicht- denkende, zwei- dimensionale Dekoration. Sie sind sexueller Anreiz für Männer, beschränkt auf ihren dekorativen und ihren sexuellen Gebrauchswert, der durch das Bilt- und Textarrangement unterstrichen wird. Die Frauen haben die Funktion der sexuellen „Ware” für den Mann.