DEKOLTÉ-BERICHTE IN GRAZER WOCHE

DEKOLTÉ-BERICHTE IN GRAZER WOCHE

DEKOLTÉ-BERICHTE IN GRAZER WOCHE 150 150 Watchgroup

„Es ist zwar keine Werbeschaltung, aber so unerträglich geraten, dass ich es an Sie unbedingt weiterleiten wollte.“ Aufgrund dieser Rückmeldung eines Lesers und des Sujets wurde das Bild von der Watchgroup aufgenommen.

Die Gratis Wochenzeitung  Grazer Woche brachte in ihrer Ausgabe vom 17. Februar 2010, Seite 33, einen „Schnappschuss“. Das Foto zum Bericht kann als das „Sujet“ gelten, als die zu bewerbenden Produkte der Bauernbundball und die biologische Landwirtschaft der Steiermark.

Abgebildet ist ausschließlich ein Dirndl Dekolté. Darunter der journalistische Beitrag: „Echt steirische Naturprodukte aus biologischer Landwirtschaft: die „Früchtchen” so mancher steirischer Bäuerin waren auch auf dem diesjährigen Bauernbundball ein echter Hingucker“.

Da Frauenkörper nach den Werberezepten „Sex sells“ bzw. „Frau = Sex“ universal einsetzbar sind, wurde hier auf dieses Rezept zurückgegriffen und die Brust der Frau als Motiv gewählt. Das „Sujet“ beschränkt diese Frau auf ihren dekorativen und ihren sexuellen Gebrauchswert, was durch die Berichtssprache unterstrichen wird.

Der Berichtstext „lebt“ ausschließlich von der  sexuellen Anzüglichkeiten auf Kosten der Frau und verschafft keinerlei Information über den Bauernbundball oder über biologische Landwirtschaft in der Steiermark.

Als ebenso sexistische einzustufen ist es, dass die Frau nicht als ganze Frau zu sehen ist, sondern nur ein Teil von ihr – sie quasi zerstückelt ist. Die abgebildete Frau hat weder einen Kopf, noch Beine; sie besteht ausschließlich aus sekundären Geschlechtsmerkmalen.

Die Watchgroup meint: Derlei Berichterstattung ist sexistisch.

 

Einschätzung:

Niveau 5: „Frauen runtermachen“