CELLISTIN von Friebe GmbH

CELLISTIN von Friebe GmbH

CELLISTIN von Friebe GmbH 150 150 Watchgroup

Die Plakatwerbung (bzw. auch das Inserat in der “Woche”) zeigt Arme und Beine einer Frau, die Cello spielt; der Torso und der Kopf sind verborgen. Analysiert anhand des Kriterienkatalogs ist das Sujet als sexistisch einzustufen.

Der Körper als universell einsetzbares Werbeinstrument:

Das Cello zwischen den nackten Beinen der Frau mit hochgeschobenem Rock reduziert die Cellistin auf ihre Sexualität und sexualisiert das Musikinstrument – das bildliche Arrangement weckt diesbezügliche Assoziationen. Die dafür eingesetzte weibliche Sexualität wird kommerzialisiert und das an sich geschlechtsneutrale Musikinstrument auf diese Weise emotionalisiert.

Sexualisierung von Körperteilen:

Die Frau ist nicht als ganze Frau zu sehen, sondern nur Teile von ihr. Bei diesem Sujet werden die gespreizten, nackten Beine als so genannte „weibliche Reize“ bzw. sexualisierte Körperteile benutzt. Dadurch dass nur noch die Arme und Beine der Frau interessant sind, erfolgt eine nochmalige Abwertung durch Reduzierung der Frau auf diese Körperteile und somit als Objekt.

(Soft)Pornographische Ästhetik:

Die Sexualisierung der Frau wird bei dieser Plakatwerbung durch pornographische Ästhetik verstärkt dargestellt: Der Focus wird auf den vom Cello verdeckten Genitalbereich gelegt und bedient somit ein gängiges pornografisches Stilmittel bzw. löst nahegelegte Phantasien aus.