BRIEFLOS? Geschmacklos!

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Zu sehen ist ein Trachtendekoltee, ein Lebkuchenherz mit einem Brieflos fungiert als Kette, darüber der Satz “In die Geldberg bin i gern”.  (Ein anderes Sujet zeigt den denselben Satz, das gleiche Lebkuchenherz mit einer männlichen vollständig bekleideten Trachtenbrust.)

Sexualisierte Darstellungen von Frauen

Der Frauenkörper wird einmal mehr als ein universal einsetzbares Marketinginstrument verwendet. Frauen werden auf ihre Sexualität reduziert, es werden sexuelle Anzüglichkeiten auf Kosten der Frauen gemacht, der weibliche Sex wird zur Anpreisung von Waren benutzt. Durch die visuelle und sprachliche Koppelung wird  ein geschlechtsneutrales Produkte (Brieflos) emotionalisiert, die dafür eingesetzte weibliche Sexualität wird kommerzialisiert – mit direkter und offener Herabsetzung von Frauen, verstärkt durch das Bild-Text- Arrangements.

Die Frau ist hier in rein sexualisierter und dekorativer Funktion als Blickfang dargestellt, die bildlichen Darstellungen steht ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt steht.

Anmerkung: Sexistisch ist diese Brieflos-Werbung nicht zuletzt deshalb, da dass „Männersujet“ den denselben Satz, das gleiche Lebkuchenherz aber mit einer männlichen vollständig bekleideten Trachtenbrust zeigt. So wird die Gleichwertigkeit der Geschlechter in Frage gestellt.

Einstufung:

Niveau 5 – Frauen runtermachen Beschränkt auf Stereotypen: Frauen sind nicht-denkende, zwei-dimensionale Dekoration. Sie sind sexueller Anreiz für Männer, beschränkt auf ihren dekorativen und ihren sexuellen Gebrauchswert, der durch Arrangement und Sprache unterstrichen wird.