BEI LANDRING tanken…

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Der “Landring” wirbt im steirischen Bezirk Weiz für das Tanken bei den Landringtankstellen, via Plakat (in Weiz) und auch diese kleine Plakate auf den Zapfsäulen.

Zu sehen ist – neben dem Portrait eines Mannes – das Bild einer

Frau in Hot Pants und Netzstrümpfen mit gespreizten Beinen; dabei hält sie den Zapfhahn in der Hand. Daneben der Slogan, dass man rund um die Uhr bargeldlos tanken  kann.

Gemäß Kriterienkatalog wird hier mit  „sexuelle Anzüglichkeiten auf Kosten der Frauen, die Benutzung von weiblichem Sex zur Anpreisung von Waren“ gearbeitet. Durch die Kleidung der Frau und die Art wie diese getragen wird,  werden sexuelle Anzüglichkeiten auf Kosten der Frau  gemacht und weiblicher Sex wird zur Anpreisung von Waren (hier: Tanken bzw. Benzin) benutzt. Der Kontrast zwischen bekleidetem Mann und wenig bekleideter Frau verstärkt diese Tatsache. Das Sujet stellt die Frau in sexualisierter [dekorativer] Funktion als Blickfang dar – ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt. Das geschlechtsneutrale Produkt „Benzin tanken“, wird sexualisiert und dadurch emotionalisiert. Die dafür eingesetzte weibliche Sexualität wird kommerzialisiert. Die Frau, die zum Produkt posiert, soll nicht nur das Produkt „begehrenswert“ machen, sondern macht auch sich selbst zum Artikel. Die Frau wird wie eine  Ware dargestellt, die  man „0-24 Uhr bargeldlos“ erwerben kann.

Das Sujet bedient sich folgender Rezepte:

  1. Frau = Sex:Die Reduktion von Frauen auf Sexualität.
  2. Frau = Produkt/Produkt = Frau:Frauen werden wie Konsumartikel behandelt und die Artikel sind wie Frauen.

Einschätzung der Werbung: Niveau 5 „Frauen runtermachen“:

Frauen sind nicht- denkende, zwei- dimensionale Dekoration. Sie sind sexueller Anreiz, beschränkt auf ihren dekorativen und ihren sexuellen Gebrauchswert, der durch Arrangement und Sprache unterstrichen wird.