BABYLON & KOMMUNALPOLITISCHE VERANTWORTUNG Bordellwerbeverbote sind möglich

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Das Werbeplakat “Babylon” wirbt am Wiener Flughafen für ein Bordell.

Die sexistische Darstellung von Frauen als jederzeit verfügbare Ware ist eine Verletzung der Menschenrechte. Die Stadt Wien muss als Mehrheitseigentümerin des Flughafens Wien ihre kommunalpolitische Verantwortung wahrnehmen und für die Entfernung sorgen.

Das Wien hier Möglichkeiten hat, zeigt 1. ein Blick auf Graz bzw. die Steiermark.

Das der Österreichische Werberat (ÖWR) einschreiten kann zeigt 2. ein Blick auf seinen Kodex.

  1. Der Grazer Gemeinderat hat im Jänner 2009 einen Antrag beschlossen, der sich an den Steirischen Landtag richtet.  Darin appelliert die Stadt Graz an den Landtag, über das Landes-Prostitutionsgesetz ein Werbeverbot für Bordelle zu erwirken. Der Landtag hat diesesBordellwerbeverbot in der Steiermark im Sommer 2010 (mit Wirksamkeit ab 2011).  Beschlossen. Im Verbot geht es nicht um eine “Kriminalisierung der Prostitution”, sondern gegen das Bild der “Frau als Ware”,

  1. Eine diesbezügliche Neuerungen gibt es im neuen Selbstbeschränkungskodex des ÖWR (trat im  Dezember 2009 in Kraft); diese Neuerung besagt unter anderem,

„Werbung für sexuelle Dienstleistungen darf, soweit sie rechtlich zulässig ist, die Würde von Menschen, insbesondere von SexdienstleisterInnen, KonsumentInnen oder PassantInnen, nicht verletzen. Körper und insbesondere weibliche oder männliche Sexualität dürfen nicht unangemessen dargestellt werden. Dabei ist auch besonders auf die Platzierung und das jeweilige Umfeld des Werbesujets zu achten.“