AKTIEN DER FIRMA LENZING gesehen in Qualitätszeitung “Der Standard”

AKTIEN DER FIRMA LENZING gesehen in Qualitätszeitung “Der Standard”

AKTIEN DER FIRMA LENZING gesehen in Qualitätszeitung “Der Standard” 150 150 Verein Grazer Frauenrat

Beworben wird das Produkt „AKTIE“ der Firma Lenzing.

Im Kleingedruckten erfährt man, dass Lenzing  Viscose, Modal, Tencel® herstellt. Zu sehen ist eine Frau in Unterwäsche und Stöckelschuhen, auf einer Treppe sitzend. Der dazugehörende Slogan lautet „Fasern, die anziehen“.

 

Aufmerksamkeit durch „weibliche Reize“. Werbung muss auffallen um wahrgenommen zu werden. Erregung und Aufmerksamkeit können durch „Reize“ ausgelöst werden.  Am häufigsten werden so genannte „weibliche  Reize“ eingesetzt, wenn Aufmerksamkeit erzeugt werden soll; in diesem Zusammenhang bekannte Reize: das Kindchenschema, der weibliche Busen, die weiblichen Beine, (halbgeöffnete) Lippen….

Sexualisierte Darstellung der Frau. Geschlechtsneutrale Produkte, wie etwa „AKTIEN“ werden durch visuelle und sprachliche Koppelung von weiblichem Sex mit der Ware sexualisiert.

Die ästhetisierte (nackte) Frau macht nicht nur das Produkt „begehrenswert“, sondern auch sich selbst zum Artikel. Der Frauenkörper wird hier nach dem Werberezept „Sex sells“ bzw. „Frau = Sex“ als universal einsetzbares Marketinginstrument verwendet. Die sexualisierte Darstellung von Frauen ist wie hier u. a. gekennzeichnet von der Benutzung von weiblichem Sex zur Anpreisung von Waren, die Gleichsetzung von Frauen mit Produkten und Konsumartikeln.

Laut Kodex des Österreichischen Werberats  liegt geschlechterdiskriminierende Werbung (sexistische Werbung) insbesondere vor, wenn die Person in rein sexualisierter Funktion als Blickfang dargestellt wird, insbesondere dürfen keine bildlichen Darstellungen von nackten weiblichen oder männlichen Körpern ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt verwendet werden.

 

Verwendetes typisches „Rezept“ der Werbung im Umgang mit Frauen:

Frau = Sex: Die Reduktion von Frauen auf Sexualität macht Frauenkörper in der Werbung universal einsetzbar.

Einstufung: Changierend zwischen Niveau 4 und Niveau 5

Niveau 4: Frauen an „ihrem“ Ort festhalten. Frauen auf „ihren“ Platz verweisen:

Frauen sind berufstätig. Sie sind schmückendes Beiwerk oder ästhetische Attrappe,

Niveau 5: Frauen runtermachen:

Frauen sind nicht- denkende, zwei- dimensionale Dekoration. Sie sind sexueller Anreiz, beschränkt auf ihren dekorativen und ihren sexuellen Gebrauchswert.