50 CENT PARTY und wieder “Bollwerk”

50 CENT PARTY und wieder “Bollwerk”

50 CENT PARTY und wieder “Bollwerk” 150 150 Watchgroup

Auf der Homepage[1] der Grazer Diskothek „Bollwerk“ wird eine „50 Cent Party“ beworben. Das Sujet zeigt den Oberkörper einer jungen Frau im Bikini, ihr Mund ist halb geöffnet, ihr Blick geht nach oben. Sie trägt Kopfhörer deren Kabel sich um ihren Körper schlängeln und ist geschmückt mit Armreifen. Auf den ersten Blick besonders auffallend ist das Dekollete der Frau: dem Modell wird durch dessen starke Betonung eine rein sexualisierte (dekorative) Funktion als Blickfang zu Teil, steht das Dekollete doch in keinerlei Zusammenhang zur beworbenen „50 Cent Party“. Der Körper der Frau dient hier somit als universell einsetzbares Werbeinstrument, gleichzeitig reduziert eine solche Art der Darstellung von Frauen innerhalb der Werbung sie auf ihre Sexualität und degradiert sie zum Lustobjekt.

Bemerkenswert ist auch die sexualisierte Repräsentation der Mimik der Frau, die mit halbgeöffnetem Mund und einem unschuldig anmutenden Blick nach oben auf pornografische Ästhetik und Stilmittel setzt. Die hier dargestellte Weiblichkeit dient als Symbol für Erotik und ist somit gleichzeitig unterstützend hinsichtlich der Erfüllung männlicher (Hetero-)Sexualität. Diese Art der Repräsentation von Frauen innerhalb der Werbung, frei nach dem Motto „sex sells“, ist die sichtbarste Form der sexistischen Werbung. Die Verwendung der weiblichen Sexualität in diesem Kontext wird kommerzialisiert, wodurch eine Sexualisierung von eigentlich geschlechtsneutralen Produkten wie der hier beworbenen „50 Cent Party“ entseht.

Diese Werbung ist somit gemäß den Kriterien der Watchgroup als sexistisch einzustufen.