Crossroads Film-Festival: 24.10. bis 3.11.2019: Frauenrat hat "Film-Patenschaft" für Film von Alexandria Bombach über Nadia Murad, Friedensnobelpreisträgerin 2018 für Eintreten für die Rechte der Jesiden

Crossroads-Festival für Dokumentarfilm und Diskurs: 24.10.-3.11. / Forum Stadtpark / Graz

Das Crossroads Festival lädt von 24.10. bis 3.11. zur Auseinandersetzung mit entscheidenden Entwicklungen der Gegenwart ein und wagt Ausblicke in die Zukunft. Neben aktuellen Herausforderungen macht die Auswahl spannender neuer Dokumentarfilme Menschen, Initiativen und Bewegungen sichtbar, die sich für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen und sozialen Errungenschaften einsetzen und ein gutes Leben für Alle ermöglichen wollen. Mit beeindruckenden Bildern werden inspirierende Geschichten erzählt, die Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und Mut machen.

 

Die meisten bei Crossroads zu sehenden Filme feiern im Rahmen des Festivals ihre Österreich- oder Europapremieren. Viele wurden mit verschiedensten Preisen ausgezeichnet. Gespräche im Anschluss an die Vorführungen ermöglichen es, sich mit Filmemacher*innen und Protagonist*innen auszutauschen und die von den Filmen behandelten Themen zu diskutieren. Zusätzliche Vorträge, Debatten und Workshops vervollständigen das Programm.

 

Und dann gibt es die Möglichkeit der Co-Präsentation eines Films. Diese Möglichkeit haben wir ergriffen, der FRAUENRAT übernimmt die Patenschaft für den Film ON HER SHOULDERS. Wir bitten Euch alle, in Eurem Umfeld für den Film zu werben.

 

MITTWOCH, 30.OKTOBER, 18 UHR

 

Zum Film und dessen Hintergrund:

 

Die Filmemacherin Alexandria Bombach begleitet Nadia Murad, Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 2018 bei Ihrem Eintreten für die Rechte der Jesiden.  Die Jesiden sind eine religiöse Minderheit im Nord-Irak. IS-Truppen überfielen 2014 das Dorf, in dem Nadia Murad lebte. Sie selbst entkam nach Vergewaltigung und Folter aus der Gefangenschaft des IS, während 18 Mitglieder ihrer Familie ermordet wurden. Murad kämpft seit Ende ihrer Gefangenschaft und ihrer Flucht nach Deutschland für die Anerkennung des Völkermordes an den Jesiden und spricht insbesondere die Situation der Frauen in Gefangenschaft an. Insgesamt wurden ca. 6.500 Jesiden entführt, darunter 3.500 Frauen und Mädchen, von denen noch immer 1.700 in IS-Gewalt sind. Knapp 1.300 Personen gelten als vom IS getötet, 2.700 Kinder wurden zu Waisen. Nadia Murad setzt sich für eine internationale Strafverfolgung der IS-Verbrechen ein.

 

Wir hoffen auf eifrige Werbung und auf rege Beteiligung von Eurer Seite!

Liebe Grüße

Barbara für den Vorstand